Projekte

Wie Projekte KPIs bündeln — anlegen und bearbeiten, die drei Status-Werte, KPIs verschieben, Gruppierung im Dashboard und was beim Löschen mit verschwindet.

Ein Projekt ist in Pulsaria eine Sammelklammer für KPIs. Jeder KPI gehört entweder zu genau einem Projekt oder zu keinem — letzteres heißt Unternehmensweit. An der Rechnerei eines KPI ändert sich durch ein Projekt nichts; es ändert sich nur, wo seine Karte auftaucht und in welche Zusammenfassung er zählt.

Wofür ein Projekt gut ist

Ein Projekt bringt dir fünf Dinge:

  • Einen einklappbaren Abschnitt im Dashboard, überschrieben mit dem Projektnamen.
  • Eine Karte auf der Seite Projekte mit einer Status-Zusammenfassung: wie viele seiner KPIs im Plan, gefährdet oder aus dem Plan sind.
  • Eine Detailseite, die ausschließlich die KPI-Karten dieses Projekts zeigt.
  • Einen Eintrag im Bereichs-Dropdown der Täglichen Erfassung, damit du die Zahlen eines Projekts eintragen kannst, ohne am Rest vorbeizuscrollen.
  • Eine Spalte projectName im CSV-Export.

Ein Projekt hat keinen eigenen Zielwert, keinen eigenen Zeitraum, kein eigenes Diagramm und keine eigene Historie. Jeder KPI behält seinen Zielwert, seine Ideal-Linie und seine Werte unabhängig vom Bereich — ein KPI in ein Projekt zu schieben oder herauszuholen ändert also keine einzige Zahl.

Ein Projekt anlegen

Es gibt drei Wege hinein, alle öffnen denselben Dialog:

  1. Projekte → Neues Projekt (oben rechts).
  2. Bei einer frischen Installation Dashboard → Projekt anlegen. Das führt dich auf die Seite Projekte, der Dialog ist schon offen.
  3. Das cyanfarbene Hinweis-Banner „Gruppiere deine KPIs in Projekte“ → Projekt anlegen. Dieser Hinweis erscheint, sobald du drei oder mehr unternehmensweite KPIs und noch kein Projekt hast.

Der Dialog heißt Neues Projekt und hat drei Felder:

FeldPflichtHinweise
NamejaPlatzhalter z. B. Wachstum 2026. Bleibt das Feld leer, erscheint „Name ist erforderlich“ in Rot und das Speichern wird blockiert. Namen werden nicht auf Eindeutigkeit geprüft — zwei Projekte dürfen gleich heißen.
BeschreibungneinEinzeiliges Textfeld, Platzhalter Kurze Beschreibung. Steht auf der Projektkarte unter dem Namen, auf zwei Zeilen gekürzt.
StatusneinAktiv, Pausiert oder Abgeschlossen. Voreinstellung ist Aktiv.

Projekt anlegen speichert. Ein Toast „Projekt erstellt“ bestätigt, die neue Karte erscheint am Ende der Liste.

Es gibt keine Icon- oder Farbauswahl. Die Akzentfarbe der Karte ergibt sich aus ihrer Position in der Liste und wechselt der Reihe nach zwischen Cyan, Violett, Grün und Amber.

Die drei Status-Werte

StatusFarbe des Badges auf der Karte
AktivGrün
PausiertAmber
AbgeschlossenGrau

Der Projektstatus ist eine Notiz an dich selbst. Pulsaria wertet ihn nirgends aus: Ein abgeschlossenes oder pausiertes Projekt steht weiterhin im Dashboard, seine KPIs stehen weiterhin im Bereichs-Dropdown der Täglichen Erfassung, zählen weiterhin im Wochenrückblick, und seine automatischen KPIs rufen weiterhin nach Zeitplan ab.

Den Status setzt du im Anlegen- oder Bearbeiten-Dialog — oder direkt auf der Projekt-Detailseite über die Segmentleiste unter der Beschreibung. Diese Leiste speichert sofort, es gibt keinen Speichern-Button daneben.

Unternehmensweit vs. Projekt-KPIs

Jeder KPI speichert genau einen Bereich. „Unternehmensweit“ ist kein Spezialprojekt, sondern bedeutet schlicht: kein Projekt zugeordnet. Unternehmensweite KPIs

  • bilden im Dashboard immer die erste Gruppe, oberhalb aller Projektgruppen,
  • zählen in keine Projekt-Zusammenfassung,
  • stehen in der Täglichen Erfassung unter Unternehmensweit,
  • und bekommen im CSV-Export eine leere Zelle projectName.

Im KPI-Dialog steht Bereich auf Unternehmensweit, außer du hast den Dialog aus einem Projekt heraus geöffnet.

Einen KPI in ein Projekt legen

Beim Anlegen

Der Startpunkt bestimmt den vorausgewählten Bereich:

  • Projekte → + KPI auf einer Projektkarte → dieses Projekt.
  • Projekt-Detailseite → Neuer KPI → dieses Projekt.
  • Dashboard → + KPI im Kopf einer Projektgruppe → dieses Projekt.
  • Dashboard → + KPI im Kopf Unternehmensweit oder KPI anlegen im leeren Dashboard → kein Projekt.

Egal woher du kommst: Im Dialog kannst du das Dropdown Bereich im Abschnitt „Ziel“ vor dem Speichern noch ändern. Den Rest des Formulars beschreibt Aufbau eines KPI.

Später verschieben

  1. Öffne die Detailseite des KPI mit einem Klick auf seine Karte.
  2. Klick auf Verschieben nach… in der Button-Reihe oben rechts.
  3. Wähle ein Ziel aus dem Dropdown. Es listet zuerst Unternehmensweit, danach jedes Projekt. Der aktuelle Bereich trägt ein Häkchen und ist nicht anklickbar.

Das Verschieben speichert sofort, ein Toast „Nach X verschoben“ bestätigt. Nur die Projektzuordnung ändert sich — Werte, Historie, Fetch-Log-Zeilen und Warnungen bleiben exakt wie sie sind und werden weder neu datiert noch neu zugeordnet. Die Karte taucht einfach unter einer anderen Überschrift auf.

Auf der Dashboard-Karte gibt es kein Verschieben nach… und keine Mehrfachauswahl. Mehrere KPIs verschieben heißt: jede Detailseite einzeln öffnen.

Beim Duplizieren bleibt der Bereich erhalten — die Kopie landet im selben Projekt wie das Original, mit leerer Historie.

Die Seite Projekte

Die Seite besteht aus einer Überschrift, dem Button Neues Projekt und einem Raster aus Karten: eine Spalte in einem schmalen Fenster, zwei ab kleiner Breite, drei bei breiten Fenstern. Die Projekte stehen in der Reihenfolge, in der du sie angelegt hast. Es gibt keine Suche, keinen Filter, keine Sortierung und keine Möglichkeit, sie umzusortieren.

Jede Karte zeigt von oben nach unten:

  • Ein Ordner-Icon in der Akzentfarbe der Karte, den Projektnamen und die auf zwei Zeilen gekürzte Beschreibung.
  • Das Status-Badge und die KPI-Anzahl, z. B. 3 KPIs.
  • Einen dünnen gestapelten Balken in Grün / Amber / Rot.
  • Darunter eine Legende: 2 im Plan, 1 gefährdet, 1 aus dem Plan. Ein Zähler mit dem Wert 0 wird gar nicht gedruckt — auf einer Karte steht also nie „0 gefährdet“.
  • Unten rechts einen Button + KPI, der den KPI-Dialog mit diesem Projekt als Bereich öffnet.

Ein Klick auf den Rest der Karte öffnet die Projekt-Detailseite.

Zwei Dinge zu diesen Zahlen solltest du wissen. KPIs ohne erfassten Wert werden bewusst nicht in die Zahl „aus dem Plan“ gerechnet, weil ihre Karte neutral und nicht rot aussieht — die drei Zähler müssen deshalb nicht die KPI-Anzahl ergeben. Und das rote Segment des Balkens füllt den gesamten Rest der Breite, statt einen eigenen anteiligen Abschnitt zu bekommen; es kann also größer wirken, als die Zahl daneben vermuten lässt, solange einige KPIs noch leer sind.

Ohne Projekte zeigt die Seite „Noch keine Projekte“ mit der Zeile „Bündle KPIs in Projekten, um den Fortschritt fokussiert zu sehen.“ und einem violetten Button Neues Projekt.

Die Projekt-Detailseite

Erreichbar über einen Klick auf eine Projektkarte. Von oben nach unten:

  • Ein Link Zurück zu Projekten.
  • Der Projektname, rechts daneben die Buttons Bearbeiten, Löschen und Neuer KPI.
  • Die Beschreibung.
  • Die Status-Segmentleiste: Aktiv / Pausiert / Abgeschlossen.
  • Kennzahl-Pills: die KPI-Anzahl, dann Im Plan, Gefährdet und Aus dem Plan — jeweils nur, wenn die Zahl über 0 liegt, und „aus dem Plan“ wieder ohne KPIs ohne Daten.
  • Ein flaches Raster mit den KPI-Karten dieses Projekts, identisch zu denen im Dashboard.

Dieses Raster kennt keine Gruppierung, keinen Filter und keine Sortierung, und es hat keinen Leerzustand: Ein Projekt ohne KPIs zeigt unter den Pills schlicht eine leere Fläche. Neuer KPI füllt sie.

Alle Bedienelemente dieser Seite — auch die Status-Leiste — sind deaktiviert und tragen den Tooltip „Lizenz oder aktive Testversion nötig“, wenn deine Testphase abgelaufen ist oder eine Lizenz zurückgezogen wurde. Siehe Testphase & Lizenz.

Projekte im Dashboard

Das Dashboard gruppiert die KPI-Karten nach Bereich, in fester Reihenfolge:

  1. Unternehmensweit — alle KPIs ohne Projekt.
  2. Ein Abschnitt je Projekt, in der Reihenfolge, in der die Projekte angelegt wurden.
  3. Sonstige — nur, wenn dort etwas drin ist (siehe unten).

Jedes Projekt bekommt einen Abschnitt, auch eines ohne KPIs. Ein leerer Abschnitt zeigt den Hinweis Noch keine KPIs hier — mit „+ KPI“ anlegen. neben seinem eigenen + KPI-Button. Das Dashboard ist damit ein sinnvoller Ort, um ein frisches Projekt zu füllen.

Jeder Gruppenkopf trägt den Gruppennamen, die KPI-Anzahl und farbige Punktzähler für im Plan / gefährdet / aus dem Plan — auch hier nur die Zähler über 0, und auch hier ohne KPIs ohne Daten im roten Zähler.

Eine Gruppe einklappen

Ein Klick auf den Gruppenkopf klappt die Gruppe ein oder aus. Der Pfeil dreht sich, der Abschnitt fährt über 250 ms zu. Eingeklappte Gruppen merkt sich die App in ihrer config.json, sie bleiben also nach einem Neustart eingeklappt. Diese Datei liegt bei den App-Einstellungen und nicht in deinem KPI-Datenordner — der Einklapp-Zustand gilt also pro Mac und wandert nicht mit einem Export mit.

Ein „Alle einklappen“ gibt es nicht, und Gruppen lassen sich im Dashboard weder umsortieren noch umbenennen — umbenennen heißt: das Projekt umbenennen.

Die Gruppe „Sonstige“

Zeigt ein KPI auf ein Projekt, das es nicht mehr gibt, versteckt Pulsaria ihn nicht. Er landet in einer Auffanggruppe namens Sonstige ganz unten im Dashboard. Diese Gruppe hat keinen + KPI-Button, denn sie ist kein echter Bereich, in den man anlegen kann.

Im normalen Betrieb taucht sie nie auf — beim Löschen eines Projekts verschwinden seine KPIs mit. Sie existiert für importierte oder von Hand bearbeitete Dateien, damit nichts stillschweigend verloren geht.

Ein Projekt bearbeiten

Öffne die Detailseite des Projekts und klick auf Bearbeiten. Es ist derselbe Dialog wie beim Anlegen, nur heißt er Projekt bearbeiten, ist mit den aktuellen Werten gefüllt und sein Button unten rechts heißt Änderungen speichern. Ein Toast „Projekt gespeichert“ bestätigt.

Ein Projekt umzubenennen ändert das Label ab sofort überall: auf der Karte, auf der Detailseite, im Gruppenkopf im Dashboard, im Bereichs-Dropdown der Täglichen Erfassung und in der Spalte projectName künftiger CSV-Exporte. KPIs hängen an einer internen ID, nicht am Namen — es geht dabei also nichts kaputt.

Bearbeiten geht nur von der Detailseite aus. Die Projektkarte hat weder Bearbeiten noch Löschen.

Ein Projekt löschen

Öffne die Detailseite des Projekts und klick auf Löschen. Ein Dialog namens Projekt löschen fragt: „Name und alle seine KPIs löschen? Kann nicht rückgängig gemacht werden.“ Bestätigst du mit Löschen, landest du wieder in der Projektliste, mit dem Toast „Projekt gelöscht“.

Das Löschen eines Projekts ist ein Kaskaden-Löschen. Es entfernt das Projekt, jede KPI-Definition mit diesem Bereich und jeden erfassten Wert dieser KPIs. Es gibt kein Rückgängig und keinen Papierkorb. Willst du die KPIs behalten, verschiebe sie vorher einzeln über Verschieben nach… auf der jeweiligen KPI-Detailseite — oder exportiere deine Daten, bevor du löschst.

Was genau von der Platte verschwindet:

Wird entferntBleibt
Der Projekteintrag in projects.jsonUnternehmensweite KPIs und KPIs anderer Projekte
Jede KPI-Definition mit diesem Projekt als BereichBereits geschriebene Fetch-Log-Zeilen, die den KPI-Namen von damals speichern
Alle Wert-Dateien dieser KPIsBereits ausgelöste Warnungen zu diesen KPIs, die den Namen ebenfalls speichern

Ein Backup von vor dem Löschen enthält weiterhin alles. Wie du eins anlegst, steht in Backup, Export & Umzug; welche Dateien beteiligt sind, in Wo deine Daten liegen.

Was Projekte nicht können

Damit du nicht danach suchst:

  • Kein eigener Zielwert, Zeitraum, kein Diagramm und keine Fortschrittszahl über die drei Status-Zähler hinaus.
  • Kein Bericht je Projekt — das Wochenrückblick listet alle KPIs in einer flachen Tabelle ohne Gruppierung.
  • Kein Export je Projekt. JSON- und CSV-Export gehen immer nur komplett.
  • Keine Verschachtelung, keine Unterprojekte, keine Tags. Ein KPI hat genau einen Bereich.
  • Kein Archivieren. Abgeschlossen ist ein Badge, kein Ausblenden.
  • Keine eigene Sortierung von Projekten oder der KPI-Karten darin — beides folgt der Anlegereihenfolge.

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